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Abschied

Thursday, October 14th, 2010

Nach lebhaften Diskussionen über mögliche Kooperationsmöglichkeiten am Vorabend ging es Dienstagmorgen noch einmal zum American College, wo wir das SCILET (Study Centre for Indian Literature in English and Translation) besuchten, das indische Literatur sammelt und z.T. digitalisiert, und wo Francis eine letzte Präsentation über seine Theaterstücke gab – wieder war das Interesse sehr groß. Ein kurzer Lunch noch, dann fuhren wir zum Flughafen und flogen über Bangalore zurück nach Mumbai.

Der letzte Tag in Mumbai hat dann noch einmal alles gefordert. Wir fuhren mit einem der billigen Taxis in die Stadt (unser Hotel lag am Flughafen) und besahen uns dort erst das Gateway to India, von wo wir mit einem der kleinen Boote rüber zur Insel Elephanta fuhren. Die Insel ist bekannt für den Tempelkomplex, der in Höhlen angelegt ist und in den Stein gemeißelte Statuen enthält, die wirklich eindrucksvoll sind, darunter Shiva mit drei Gesichtern, eines DER Symbole für Indien.

Der Ausflug lohnt sich wirklich, übrigens auch wegen der Affen auf der Insel… :-)

Nach der Rückkehr aufs Festland aßen wir noch eine Kleinigkeit und nahmen dann ein weiteres Billigtaxi zurück – eigentlich sollte es 45 Minuten brauchen, wir waren dann über zwei Stunden unterwegs: Rushhour! Dazu kam, dass der Taxifahrer keine rechte Ahnung hatte, wo unser Hotel liegt, sich verfuhr und dann erst einige Kollegen fragen musste. Als wir schließlich ankamen, viel später als geplant, waren wir fix und foxi (auch mitfahren kann bei diesem unglaublichen Verkehr anstrengen! Es war einfach unbeschreiblich!) und legten uns noch einige Stunden hin, bevor es um 1h nachts zum Flughafen ging, Richtung Norden.

Nun sitze ich wieder hier in Hildesheim, ziemlich müde. Und sehr, sehr wehmütig.

Was mir fehlen wird:

  • das bunte, quirlige Straßenleben
  • das Kopfschütteln der Inder
  • die Farben und Gerüche (na gut, nur teilweise)
  • das indische Essen!
  • Die sanfte Art der Menschen
  • die Wärme
  • das überraschende Gefühl der Sicherheit trotz aller Fremdheit

was mir nicht fehlen wird:

  • das schlechte Leitungswasser
  • Idlis zum Frühstück (sind gut, aber Müsli ist besser…)
  • die Diener (sind nett, aber ohne ist einfacher)
  • die Malariamücken (sind nur lästig!)
  • die Abgase

Würde gerne eines Tages zurückkehren in diese faszinierende Welt!

mb