Archive for the ‘Vaasa – University of Vaasa’ Category

Itsenäisyyspäivä (Independence Day)

Monday, December 6th, 2010

Heute wird in Finnland nicht nur der Nikolaustag gefeiert, sondern auch und vor allem die Unabhängigkeit von Russland seit dem 6.12.1917.

Auf dem Marktplatz gab es eine kleine Prozession, es wurde gesungen und Reden auf Finnisch und Schwedisch gehalten, die ich leider nicht verstehen konnte.

Traditionell stellen Finnen an diesem für sie wichtigsten Feiertag zwei brennende Kerzen im Fenster auf, was ich auf dem Heimweg auch beobachten konnte.

Da ein bisschen Kultur ja nie schaden kann, gibts jetzt nochwas zum Anhören. Einmal der Link zur  finnischen Nationalhymne genannt Maamme Laulu (hier mit Tarja, der ehemaligen Sängerin von Nightwish!) und dann noch ein Ausschnitt aus der berühmten “Finlandia” von Jean Sibelius, dem wichtigsten Komponisten des Landes.

Ein Hoch auf Finnland! 😉

Lappland – Ein Traum in Weiß

Sunday, December 5th, 2010

Kaum bin ich nach unserer herrlichen Tour in die endlose Weite des finnischen Teils von Lappland wieder in Vaasa angekommen, folgt auch sogleich der Bericht :)

Zusammen mit 119 anderen Austauschsstudenten und in zwei Bussen haben wir uns Dienstag morgen um 6:00 in der Früh auf die lange und recht anstrengende Reise gemacht. Außer ein paar kleinen Toilettenpausen und einer Mittagspause in der Mensa von Oulu, der nördlichsten Großstadt Finnlands, gab es 13 Stunden lang keine Gelegenheit, sich die Beine zu vertreten. Aber mit viel Musik hören, vor sich hin dösen und erzählen ging die Zeit dann doch irgendwie rum..

Rechts, links und vor uns nichts als verschneite Wälder. Auf der Rückfahrt haben wir sogar zweimal Rentiere am Straßenrand stehen gesehen!

Unser Hotel mitten im Nirgendwo war ziiiemlich cool und nobel, es gab jeden Tag ein tolles Frühstücksbuffet und Dinner mit so köstlichen Dingen wie Lamm und Shrimps. Außerdem hatten wir Schwimmbad, Sauna und ein Dampfbad zur Verfügung, sowie die allabendliche Disco mit Karaokeparty.

Lustig war, dass es immer wärmer wurde, je nördlicher wir fuhren und auf der Rückfahrt gen Süden wieder kälter wurde… ! Da wir Vaasa bei -20°C verlassen haben, hatte ich vorgesorgt und mir einen Tag vorher extra noch eine Skihose besorgt. Komischerweise hatten wir dann tagsüber meistens so um die -5°C, was so warm eingepackt doch sehr gut zu ertragen und optimal war.

Die Sonne ist nie wirklich ganz über den Horizont gestiegen, Sonnenaufgang und -untergang konnte man nicht auseinanderhalten.

Aber gut, dann kommen wir mal zum Programm!

Am ersten Tag sind wir zu einem Amethystbergwerk gewandert, das mitten auf einem Fjell lag und das einzige aktive seiner Art in Europa ist! Ein Fjell ist ein besonderer skandinavischer Landschaftstyp und zwar eine Hochfläche oberhalb der Waldgrenze. Noch nie in meinem Leben habe ich so viel Schnee wie dort gesehen und der Ausblick war einfach atemberaubend! Wohin das Auge reichte, nur unberührte Natur, bedeckt von so viel Schnee, dass man sich fragt, wie es wohl im April dort aussehen wird, da bis zum Frühjahr bestimmt nichts wegtaut… Wieder einmal der Beweis, dass es trotz allem Schlechten sooooo viel Schönheit gibt auf der Welt :)

Nach einem lustigen Schlittenfahren im Dunkeln ging es dann in eine Sauna, direkt an einem Eisloch. Die ganz Mutigen haben es gewagt, nach dem Schwitzen ins eisige Wasser zu hüpfen. Aber irgendwie hatte ich an dem Abend keine Ambitionen, nass und kalt zu werden und habe dem fröhlichen Treiben deshalb nur beim Marshmallowgrillen am offenen Feuer zugeguckt.

Am zweiten Tag ging es auf eine Rentierfarm. Ich habe ja schon ein paarmal Rentiere gesehen, aber noch hatte ich die Gelegenheit, sie zu füttern und zu streicheln so wie dort. Sooo knuffig! Am liebsten würde ich eins als Haustier halten 😉

Ein Abenteuer der ganz besonderen Art war dann die Rentierschlittenfahrt durch den verschneiten Wald. Das Rentier, das unseren Schlitten gezogen hat, hieß Hupu und war besonders nett, da es sich ständig an die Mädels im Schlitten vor uns angeschmiegt hat, neugierig seinen Kopf in den Schlitten gestreckt hat und sich gerne streicheln ließ.

Definitiv ein “Woah!!”-Erlebnis :)

Abends im Hotel gab es Rentiergeschnetzeltes… Irgendwie war das ein bisschen böse, und wir mussten alle lachen 😀

Aber ich muss sagen, dass es ziemlich lecker war, sehr nach Reh geschmeckt hat und somit habe ich auch dieses Must-Do in Finnland erfüllt!

Vorm Essen gab es für mich noch ein Highlight: Ich war Snowboarden und zwar direkt auf der Piste!! Nachdem Abfahrtski bei meinem ersten Versuch doch eigentlich ziemlich gut geklappt hat, wollte ich mich nun auch mal daran wagen. Ich will ja alles mal ausprobieren. Ein bisschen Bammel hatte ich aber schon, vor allem, weil gleich der Schlepplift ein Abenteuer für sich war. Nachdem ich zweimal direkt wieder rausgefallen bin, hat mich eine Skifahrerin mit hochgenommen, die für uns beide besser die Balance halten konnte.

Da war ich dann also auf der Piste und dachte erst wirklich, ich würde nie wieder ins Tal kommen, weil erstmal gar nichts ging. Das blöde Ding hat nie dahin gelenkt, wie ich es wollte und ich bin bestimmt mindestens dreißig mal absichtlich oder unabsichtlich auf den Po geplumpst 😀 Das Aufstehen war jedes Mal super anstrengend und am nächsten Tag taten alle meine Muskeln weh.

Dank meiner neuen wintersportbegeisterten bayrischen Freunde hatte ich den Dreh dann aber doch recht schnell besser raus. Ich konnte fahren! Und irgendwann kamen wir unten an! Wie auch Skifahren gibt Snowboarden einfach ein absolut geniaaaales Gefühl und dort in Lappland war es wegen der tollen Natur besonders cool.

Auch wenn ich teilweise für ziemlich viel Gelächter gesorgt habe, sie meinten, dass ich fürs erste Mal gut war! :)

Der nächste Tag war dann auch schon wieder der Tag unserer Abreise. Wir haben aber noch einen Abstecher nach Rovaniemi gemacht, einer Stadt direkt am Polarkreis. Dort wohnt nämlich offiziell der Weihnachtsmann!! Wir haben ihn besucht und Fotos mit ihm machen lassen. Er konnte sogar deutsch. Aber ich muss sagen, der Weihnachtsmann ist ein ziemlich kommerziell orientierter Kerl. Das ganze Weihnachtsmanndorf bestand (natürlich) nur aus Souvenirläden… Aber naja, der Gedanke, den einzig wahren Weihnachtsmann getroffen zu haben, ist dennoch nett! :)

Wieder einmal wird mit der Trip als absolut gelungen im Gedächtnis bleiben. Der einzige Wermutstropfen ist, dass wir keine Nordlichter gesehen haben :((

Dabei sind wir jeden Abend rausgegangen und haben länger an guten Lichtungen im Wald geguckt und gewartet. Gute Voraussetzungen waren wohl auch, weil es windig war, aber es hat nicht sollen seien. Aber das nehme ich jetzt einfach als Grund, nochmal nach Lappland zu kommen und dann noch weiter in den Norden zu reisen. Nordkapp… *träum*

Das war er jetzt also, der letzte Reisebericht. Nun muss ich mich noch ziemlich auf die Uni konzentrieren, da in den verbleibenden achtzehn Tagen noch zwei Klausuren und eine Hausarbeit anstehen. Aber ein paar erzählenswerte Dinge werden sicher trotzdem noch passieren :)

Viele Grüüüße!

Eiszeit

Sunday, November 28th, 2010

Auch wenn in Deutschland jetzt ja scheinbar auch Minustemperaturen herrschen, mich werdet ihr hier wohl nicht aufholen.

Heute morgen begrüßten mich diese Wetteranzeigen, sowohl auf meinem Notebook, als auch im Online-Wetterbericht…

Ahh! :)

Ich weiß nicht ob es stimmt, weil ich heute noch keinen Fuß vor die Tür gesetzt habe, aber da bin ich jetzt noch mehr gespannt was unseren letzten Trip am Dienstag angeht: Mit fast allen Austausstudenten der Uni hier gehts nach Lappland, in den hohen Norden! Wir fahren nach Luosto, was zwei Stunden Busfahrt nördlich des Polarkreises liegt und bedeutet, dass wir insgesamt 10 Stunden gen Norden fahren werden.

Hier die Route von Vaasa aus:

Wir haben ein Meeting mit Rentieren und auch mit dem Weihnachtsmann 😉

Bis dahin werde ich mich neben meinen Unisachen ausführlich Glögi widmen, dem leckeren finnischen Glühwein, den es im Supermarkt auch in zahlreichen alkoholfreien Varianten gibt und “Joulutorttu”, weihnachtlichen Gebäckstücken aus Blätterteig mit einem Klecks Pflaumenmus in der Mitte.

Groß, größer, Sankt Petersburg!

Friday, November 26th, 2010

So, hier melde ich mich mal wieder mit einem schicken Reisebericht aus dem mittlerweile dauerhaft etwa -10°C kalten Vaasa. Da will jeder Weg wohlüberlegt sein, weil auf den Bürgersteigen auch kein Salz getreut wird und somit alles eine einzige Schlitterbahn ist. Wir fahren meistens trotzdem mit dem Rad und wenn ich wieder in Deutschland bin, wird mich nichts mehr schocken.

Aber: Ich liebe den Winter hier! Genauso wie jede andere Jahreszeit, da alle einfach immer besonders extrem ausgeprägt sind.

Um zum eigentlichen Thema dieses Eintrages zu kommen… Am Donnerstag ging es auf eine fünftägige Reise, die ich ganz besonders herbeigesehnt habe und unvergesslich bleiben wird. Wir hatten die einmalige Gelegenheit, mit der Organisation Timetravels einen total günstigen Studententrip ins russische Sankt Petersburg mitzumachen, sogar visafrei. Von Helsinki aus ging es also gemeinsam mit anderen Studenten aus ganz Finnland per Nachtfähre auf die zwölfstündige Fahrt. Wenn man eine lange Zeit in Finnland gelebt hat, kann der Kontrast größer wohl nicht sein, der uns in Russland erwartete. Mit einer Einwohnerzahl von fünf Millionen leben dort genau so viele Menschen wie in ganz Finnland. Außerdem ist es unglaublich laut, hektisch, chaotisch und verschmutzt von Abgasen. Sogar um Mitternacht tobte der Verkehr noch auf den Straßen in der Innenstadt, stauten sich die Autos und schoben sich die Menschen auf den Bürgersteigen. Vielleicht dieses Wochenende noch ein bisschen mehr, da Putin zu Gast in der Stadt war. Das Gefühl von Freiheit und Sicherheit, das sich in Finnland schnell entwickelt hat, war verschwunden und wurde ersetzt durch einen besonders gründlichen Blick auf unsere Taschen. Trotzdem war alles unglaublich TOLL und faszinierend!! Wohin das Auge reichte, überall Bauten, die sich in ihrer Größe und Pracht gegenseitig übertrumpften. Dass der Trip so organisiert war und wir zwei supernette Guides hatten, die total motiviert und hilfsbereit waren, war das Beste, das uns passieren konnte. Alleine wären wir nur beschwerlich und viel langsamer klargekommen. Schon das Suchen nach einem Restaurant gestaltete sich dank der kyrilischen Schrift einmal sehr schwer 😀

Das Programm, das uns geboten wurde, war einfach absolut genial. Wir haben in den paar Tagen sooo viel gesehen, die russische Kultur erlebt und (natürlich) auch ganz viel landestypisches Essen probieren können 😉 Nur Pfannkuchen mit rotem Kaviar werde ich wohl kein zweites Mal probieren… Bäh!

Gleich nach Ankunft in Sankt Petersburg ging es auf eine ausführliche Stadttour mit dem Bus. Gezeigt wurde uns als erstes die Peter-und-Paul-Festung, zu der wir genau pünktlich kamen, um zur Mittagszeit einen jeden Tag abgefeuerten Kanonenschuss mitzubekommen, die Blutkirche, eine wunderbare russisch-orthodoxe Kirche mit atemberaubenden Mosaiken im Inneren, die Aurora, welche ein ehemaliges Kriegsschiff der zaristischen Marine ist und viele andere interessante Dinge und Orte…

Highlights waren der Besuch im Katharinenpalast im 30 Kilometer entfernten Puschkin mit dem restaurierten Bernsteinzimmer und natürlich auch eine Führung durch die Hermitage mitsamt Winterpalast, gemeinsam mit dem Louvre das größte Kunstmuseum der Welt. Absolut beeindruckend!!

Hinsichtlich Freizeitprogramm hatten wir ein typisch russisches Dinner mit ganzen fünf Gängen. Unter anderem gab es Borschtsch (Suppe mit roter Beete), Julienne (Pilze mit Käse überbacken) und Schweinefleisch mit Kartoffelspalten.. Mmh! Und wie sich das gehört, gab es vor jedem Gang ein Gläschen “Russisches Wasser”, also Wodka 😀 PUR selbstverständlich! Ich muss sagen, der war echt ganz gut. Viel besser als der, den ich bis jetzt in Finnland oder Deutschland pur probiert habe. Naja, dementsprechend lustig ging es dann auch irgendwann zu, zumal wir noch Privatunterhaltung hatten von einer Folkloregruppe, die neben Musik auch noch einige lustige Spielchen mit uns gemacht hat :)

Richtig cool war auch die nächtliche Fahrt durch Sankt Petersburg mit einer Limousine!  Dabei wurde laut Musik gehört und Champagner getrunken! Yeah! Das nenn ich mal ein Leben 😉

Es bleibt zu sagen, dass das Wochenende wirklich genial war und ich sehr froh bin, die Gelegenheit hatte, diese  schöne Stadt zu sehen und erleben, auch wenn ich niemals dort leben könnte! Als wir wieder in Helsinki angekommen waren, hat sich dort doch alles sehr heimisch angefühlt :)

Trotzdem bin ich neugierig geworden, irgendwann auch nochmal Moskau zu besuchen. Vor allem nachdem eine andere Erasmusstudentin hier, die dort lebt, erzählt hat, dass Sankt Petersburg für sie wie Erholung ist 😀

Ich würde jedem Erasmusstudenten in Vaasa diesen Trip wirklich empfehlen, da er sich auf jeden Fall lohnt. Sehr viele haben die Chance auch genutzt, an einem von mehreren angebotenen Terminen teilzunehmen.

Für Lisa und mich war der krönende Abschluss noch eine nachmittägliche Spritztour von Helsinki aus nach Porvoo, das angeblich schönste Städtchen Finnlands. Für uns ist es das nach dem Besuch definitiv auch wirklich, zumindest von denen, die ich gesehen habe.

Zum Schluss noch ein paar Bildchen und До свидания! (Auf Wiedersehen! :))

Endlich WINTER :)

Friday, November 12th, 2010

Zu Finnland gehört einfach Schnee, zumindest sobald die Bäume alle kahl sind und es viel länger dunkel als hell ist.

Deshalb war ich ganz erfreut, als ich vorgestern morgen aus dem Fenster geguckt habe und dann auch in Vaasa alles komplett verschneit war! Das war dann auch das erste Mal, dass das Fahrrad im Keller geblieben ist und wir uns zu Fuß auf den Weg zur Uni gemacht haben. Hier wird scheinbar nicht wirklich gestreut, die Bürgersteine sind eisglatt, nachdem es noch einmal gefroren hat. Immerhin haben die Autos hier Reifen mit Spikes. Man darf gespannt sein ob es nochmal taut oder nun weiß bleibt. Hier ein paar winterliche Impressionen von der Uni :)

Unglaublich, ist es denn schon wieder dunkel?

Friday, November 5th, 2010

Diese Frage stellen wir uns in den letzten Tagen öfter mal, denn nach der Zeitumstellung (ja, die gab es auch hier :)) merkt man nun richtig, dass wir in Sachen Dunkelheit Mitteleuropa doch um einiges voraus sind. Um 16:00 ist es mittlerweile schon ziiiiemlich dämmerig und um 16:30 stockfinster. Man darf also gespannt sein wie sich das weiter entwickelt.. :)

Für immer ungelöst bleiben wird wohl die Frage, wieso gerade hier Fahrräder nicht direkt mit Licht verkauft werden. Ich musste mir nun erstmal ein Fahrradlicht kaufen und als waschechter Finne stattet man sich auch mit ganz vielen Reflektoren in Form von Mumins, Rentieren, Eisbären, Fledermäusen etc.  aus, die man an Jacke, Tasche oder wahlweise auch Hunden befestigt und hier total beliebt (und wichtig) sind!

Von der letzten Zeit gibt es nicht so außerordentlich spannende Dinge zu berichten, die Uni hat mich ganz schön auf Trab gehalten. Ich durfte nun auch in den Genuss meiner ersten Klausur auf finnische Art kommen. Das ganze Prozedere ist hier schon noch ein bisschen anspruchsvoller als zuhause, weil alle Klausuren für einen Zeitraum von drei Stunden angelegt sind und ich auch wirklich so lange gebraucht habe. Da es offizielle Klausurenwochen gibt und man immer von 12-15 Uhr schreibt, kann es durchaus sein, dass sich Klausuren überschneiden. Dann darf man versuchen, sie parallel zu schreiben, bekommt also beide Klausuren ausgehändigt 😀

Ich bin ja noch schuldig, von der sogenannten Sit-Sit-Party zu berichten..

Eine Sit-Sit-Party ist eine typische finnisch-schwedische Studentenparty, bei der man unter Anleitung von sogenannten “Toastmastern” isst, trinkt, singt und wie der Name sagt, sitzt wenn es nicht anders angeordnet wird.

Meistens läuft sie unter einem bestimmten Thema mit den passenden Outfits, bei uns war es “Dschungel” :)

Wir saßen an langen Tischen, hatten jeder einen Teller mit Geschnetzeltem und Reis, zwei Gläsern Cider, zwei Wodka-Shots und Liedtexte vor uns und das Ganze wurde dann moderiert.

Es gibt strenge Regeln, zum Beispiel, dass man nicht zu spät kommen darf oder nur in den offiziellen Toilettenpausen seine Blase erleichtern darf (was fuuurchtbar sein kann :D). Hält man sich nicht an diese, wird man bestraft und muss einen nicht sehr angenehm schmeckenden zusammengemixten Drink trinken oder alleine etwas performen.

Hier ein paar Kommandos, die von den Toastmastern oder jedem Gewillten gerufen werden können:

SAMLING -> Es wird angestoßen und alle stimmen in den Ruf mit ein, so lange bis derjenige, der damit angefangen hat, sein Glas wieder auf den Tisch stellt und “SKIT” ruft, um dann zu trinken.

MELLAN SULP -> Kann von jedem in der Mitte eines Songs gerufen werden, wenn zum Singen aufgefordert wurde und es wird einmal getrunken.

GERMANS på bordet -> Eine Gruppe z.B. einer bestimmten Nationalität wird auf die Bühne gerufen um zu performen. Wir haben “Moskau” von Dschingis Khan singen dürfen 😉

OMSTART -> Kann in der Mitte eines Songs gerufen werden, wenn er zu schlecht gesungen wurde, und zum nochmaligen Beginn auffordern

und natürlich…

DET VAR DEN BÄSTA, DEN BÄSTA VI HAR HÖRT!

-> Das war das beste, das beste, das wir je gehört haben!

Naja.. jedenfalls eine sehr lustige (und feucht-fröhliche ;)) Sache das Ganze.

Gestern hatten wir ein International Dinner, was ebenfalls sehr nett war. Aufgabe war, eine typische Speise aus seinem Land für das Buffet vorzubereiten.

Wir haben zu dritt eine Donauwelle (mit Blaubeeren und Himbeeren, da es in Finnland scheinbar keine Kirschen gibt!), einen Kartoffelsalat und eine “Bayrisch Creme” gemacht, eine typische Sahne-Nachspeise unserer lieben Bayern.

Am Buffet konnten wir uns dann den Magen vollschlagen mit leckeren Sachen aus allen möglichen Ländern der Welt. Indischer Basmatireis mit Currysoße, Gebratenes Brot mit Knoblauch aus Litauen, Apfel-Zimt-Toast aus der Slovakei, Quiche Lorraine aus Frankreich, Russischer Beerenkuchen, Erbsensuppe aus Finnland usw… ! Dementsprechend bunt und durcheinandergewürfelt sah mein Teller dann auch aus 😀

Morgen gibt es Besuch aus der Heimat – meine Eltern kommen für vier Tage nach Finnland! Hurra :)

Bis zum nächsten Mal!

Estland-Stimmung in Tallinn und Schneeflocken in Helsinki

Monday, October 25th, 2010

Unsere nächste Reise sollte uns also in die Hauptstadt des kleinen Landes Estland führen, von dem ich bisher eigentlich nicht viel mehr gehört hatte als den Namen. Eher  weniger ausgeschlafen machten wir uns am Dienstag pünktlich um 5:00 morgens auf den Weg. Nach Helsinki ging es mit dem Zug und dann weiter mit der Fähre, dieselbe, die uns schon nach Stockholm gebracht hatte. Diesmal dauerte die Überfahrt jedoch nur 2,5 Stunden, war für mich aber weitaus unangenehmer. Das Schiff hat sooo geschaukelt, meine Pläne, in meinem Buch zu lesen habe ich deshalb bald aufgegeben. Trotzdem sind wir sicher angekommen und einmal in der Altstadt von Tallinn, war alles vergessen. “WOW!” war mein erster Eindruck. Ich hatte vorher schon tolle Fotos gesehen und meine Erwartungen wurden vollends erfüllt. Wie beschreibt man die Stadt am besten? Mir kam sofort der Ausdruck “zwielichtig” in den Sinn, den ich in einer Beschreibung gelesen hatte. Irgendwie trifft es das. Das Wetter war leider die ganze Zeit über sehr grau und trist, was die faszinierende morbide Atmosphäre der mittelalterlichen Innenstadt zusammen mit der dort herrschenden Ruhe aber noch verstärkt hat. Überall roch es nach Mandeln und Pfefferkuchen, die auf der Straße verkauft wurden, das hatte ein bisschen was von Weihnachtsmarkt. An jeder Straßenecke gab es süße kleine Geschäfte und Stände mit estländischer selbstgestrickter Kleidung oder nach Gewürzen duftende Mittelalterläden, Leute in traditionellen Trachten und immer wieder neue schöne Details. Natürlich haben wir auch in einem echten Mittelalterrestaurant gegessen, bei Kerzenlicht. Als Vorspeise gab es getrocknetes Elchfleisch und dann eine wunderbar wärmende Pilzsuppe. Solltet ihr jemals nach Tallinn kommen, dann müsst ihr auch die Pfannkuchen im “Kompressor” probieren. Köstlich, riesig und mit 3€ unglaublich günstig (Wenn man aus Finnland kommt, ist dort aber sowieso alles unglaublich günstig…).

Tallinn ist eine Stadt der Gegensätze. Auf der einen Seite boomt die Industrie, moderne Hochhäuser, Einkaufszentren und viel Verkehr gibt es in der Neustadt. Betritt man allerdings die Altstadt durch die mittelalterlichen Stadttore, so fühlt man sich sofort in eine andere Zeit versetzt. Man kann das auch nicht vergleichen mit beispielsweise der Altstadt von Hildesheim. Es ist alles noch… ursprünglicher.

Viele herausragende Sehenswürdigkeiten gibt es im Vergleich zu anderen Städten nicht, das Zentrum ist einfach eine Sehenswürdigkeit an sich und man muss die Atmosphäre beim Durchschlendern der vielen Gassen einfach genießen.

Auch etwas ganz Besonderes war unser Hostel. Freudig überrascht hatten wir festgestellt, dass die Nacht in Tallinner Hostels immer nur ca. 10€ pro Person kostet.

Gelandet sind wir in einem waschechten Backpacker- und Partyhostel. Der Angestellte  öffnete uns barfuss (!) die Tür, auch man selbst musste die Schuhe immer unten lassen. Die Rezeption war ein winziger Holztisch mit Computer, am nächsten Morgen schlief die gerade Diensthabende mit einem Kopfkissen dort 😉

Es gab einen Gemeinschaftsraum, in dem abends immer Weltenbummler, Party und viel Bier anzutreffen war. Wir haben uns mit Australiern unterhalten (soweit wir deren Englisch verstehen konnten…), die bereits seit April ununterbrochen durch die Welt reisen.

Da ich aber auch ein wenig Schlaf haben wollte, war ich sehr froh, meine Ohrstöpsel eingepackt zu haben.

Nach zwei Tagen Tallinn ging es dann wieder zurück auf finnischen Boden. Da natürlich ein Besuch der Hauptstadt nicht fehlen darf, wenn man so lange in Finnland weilt, haben wir dann auch dort noch eine Nacht verbracht.

Im Vergleich zu Stockholm kann Helsinki nicht mithalten. Alles ist nett anzusehen, modern, sauber und sicher, aber etwas fehlt um sagen zu können “Hier muss ich nochmal hin!”. Es ist eben eine ganz normale Großstadt, mit ein paar schönen Ecken. Ein Besuch lohnt sich aber trotzdem.

Natürlich machten wir eine ausgiebige Fotosession am Dom von Helsinki, der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit Finnlands. Zur Zeit gastieren dort die “Buddy Bears”, die auch schon mehrmals in Berlin ausgestellt wurden. Jedes Land der Welt hat seinen eigenen Bären, den Künstler aus dem entsprechenden Land gestaltet haben. Die Ausstellung soll Toleranz und Verständigung zwischen den Völkern, Kulturen und Religionen der Erde symbolisieren. Das war auf jeden Fall ganz nett anzusehen.

In der alten Markthalle von Helsinki gab es sogar (hoffnungslos überteuerten) Rentierdöner!! Leider haben sie zur Zeit kein Rentierfleisch mehr und haben gerade erst neues geordert.. :(

Somit habe ich mich mit einem Toast mit Rentiersalami begnügt und einer typisch finnischen Lachssuppe mit Milch und Kartoffeln, was beides sehr lecker war. Auch wenn die Salami eigentlich wie fast jede andere Salami auch geschmeckt hat.

Abends wurde es ziiiemlich kalt und hat angefangen zu schneien, was in Kombination mit einem leeren Magen und schmerzenden Füßen zu einem etwas reduzierten Sightseeing-Programm geführt hat. Wir haben uns noch die Felsenkirche angeguckt, welche im Rahmen eines Architekturwettbewerbes in Granitfels gehauen wurde und sehr schön ist.

Am nächsten Tag sind wir mit dem Schiff nach Suomenlinna gefahren, eine Seefestung vor dem Hafen von Helsinki. Sie wird als “Gibraltar des Nordens” bezeichnet, gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Heutzutage gibt es dort sogar 800 ständige Bewohner und wir sind zwei Stunden über das Inselchen spaziert.

Bei der Abreise am Bahnhof von Helsinki hab ich das allererste (und wahrscheinlich auch letzte) Mal in Finnland ein bisschen Stress, zu viele Menschen und Hektik gespürt. Kein Wunder, wohnen doch allein eine Million der fünf Millionen Menschen im Süden des Landes, vor allem im Ballungsraum der Stadt. Der schnellere Zug war leider ausgebucht, sodass wir 4,5 Stunden fahren mussten. Draußen war es teilweise weiß, im Binnenland bleibt der Schnee schon liegen. Hier in Vaasa ist es aufgrund der Lage am Meer immer ein bisschen wärmer, aber Freitag abend hatten wir auch hier eine zumindest bis zum nächsten Morgen existierende Schneedecke. Natürlich wurde sofort die erste Wohnheim-Schneeballschlacht veranstaltet.

Samstag waren wir auf einer sehr lustigen, traditionellen finnischen Studentenparty, genannt “Sitsit-Party”. Davon aber beim nächsten Mal mehr. Für den Moment heißt es jetzt erstmal Mensa und danach weiter lernen, lernen und lernen, weil ich Freitag meine erste Klausur schreibe.

Grüße aus einem heute -2°C kalten Finnland, der See hinter unserem Wohnheim ist über Nacht zugefroren :)

Halbzeit

Sunday, October 17th, 2010

Unglaublich, aber wahr: Ich bin nun bereits seit acht Wochen und drei Tagen in Vaasa und ab heute werde ich nochmal genauso viel Zeit hier verbringen.

Viel Aufregendes ist in der letzten Woche nicht passiert. Wir hatten einen einwöchigen Gutschein für ein Fitnessstudio hier und dank der Tatsache, dass ich nun seit zweieinhalb Monaten nicht mehr wirklich Sport gemacht habe, hatte ich drei Tage lang fuuurchtbaren Bauchmuskelkater. Aber das Studio war ziemlich cool, es gibt total viele Geräte und sogar einen Billardtisch und Maasagesessel (die irgendwie ein bisschen brutal waren?).

Ansonsten sind zwar meine ersten Kurse jetzt vorbei und ich genieße das Ausschlafen, aber ich habe trotzdem noch einiges zu tun. Ein bisschen aufwendiger als zuhause sind manche Vorlesungen hier schon und bestehen öfter aus Präsentation, Assignment UND Klausur, für die man sich auch noch zusätzliche Literatur aneignen muss. Aber es ist interessant und wenigstens lernt man dabei was.

Nebenbei sind wir gerade noch damit beschäftigt, unser Saunadiplom zu machen 😀

Es gibt drei Sitzungen, an denen wir wissenswertes über die finnische Sauna lernen und natürlich alles auch gleich in die Praxis umsetzen. Mit Finnen in die Sauna gehen, kann schon ein Erlebnis sein. Ich habe noch nie in meinem Leben so geölt und geschwitzt! Als der “Saunameister” irgendwann fast einen ganzen Eimer Wasser über die Steine gekippt hat, es schon anfing auf der Haut zu brennen und echt nicht mehr wirklich erträglich war, sind alle Nicht-Finnen nach und nach geflüchtet 😉

Zwei Sitzungen haben wir jetzt noch und müssen dann angeblich mit einer kleinen theoretischen und praktischen Prüfung abschließen um unser Diplom zu bekommen :)

Das Wetter hier spielt gerade etwas verrückt. Wir hatten ein paar sonnige Tage, die wir genutzt haben um Spaziergänge zu machen und noch ein bisschen den goldenen Herbst zu genießen. Vorgestern jedoch fing es plötzlich zu schneien und zu stürmen an, was dazu führte, dass es einem viel kälter vorkam als es sowieso schon war und meine Wangen auf dem Fahrrad fast erfroren sind. Dabei hatten wir nicht mal Temperaturen im Minusbereich! Ordentlich gehagelt hat es nun auch schon zweimal.

Hier noch mal einige Herbstimpressionen :)

Nächstes Mal kann ich bestimmt ein bisschen mehr berichten, denn am Dienstag geht es wieder auf Reisen. Wir fahren von Helsinki aus mit der Fähre in die estländische Hauptstadt Tallinn, wo wir zwei Nächte bleiben. Dann gehts zurück nach Helsinki und auch dort haben wir dann zwei Tage Zeit fürs Sightseeing. Ich freu mich! :)

Schneeflocken in Vaasa

Tuesday, October 12th, 2010

Wir schreiben den 12. Oktober und heute morgen hat es geschneit! Leider ist nichts liegen geblieben, aber das lässt doch hoffen, dass wir hier bis Weihnachten auch noch eine schöne Schneedecke erleben können…

Diese Info war mir jetzt mal einen seperaten Eintrag wert :)

Ruska

Saturday, October 9th, 2010

Ruska – So nennen die Finnen diejenige Phase des Herbstes, in der die Blätter eine wunderschöne Buntfärbung bekommen, bevor es in den dunklen November übergeht. Es gibt also hier praktisch sogar fünf Jahreszeiten 😉

Wir sind jetzt mittendrin in diesem Schauspiel, welches in Lappland besonders toll ausgeprägt sein soll.

Die Fotos oben sind enstanden, als wir heute mit einer Gruppe von internationalen Studenten eine Radtour zum Ojen Naturpfad gemacht haben. Dort sind wir vier Kilometer einen Rundweg mitten durch den tiefsten Wald gelaufen, über Wurzeln, Steine, und schmale Holzstege. Wir sind nicht einer einzigen Menschenseele begegnet und die Gefahr, sich in einem finnischen Wald zu verirren, ist glaube ich nicht zu unterschätzen.

Finnische Tutoren haben uns begleitet und uns ein paar interessante Sachen erzählt und Texte auf Informationsschildern über finnische Mythologie übersetzt. Nun weiß ich, dass es hier Bären gibt (wir aber laut genug waren, um sie zu verscheuchen), das weiße moosartige Zeug, das im Wald große Stellen des Bodens bedeckt, die Nahrung der Rentiere ist und unter den unzähligen Felsbrocken Elfen und Trolle leben, die sich unsichtbar machen können :) Der berühmteste aller Elfen dort ist der “Joulutonttu”, der Weihnachtself.

Letzten Freitag waren wir von der Uni aus im Zoo von Äthäri, was eine zweieinhalbstündige Busfahrt bedeutete. Eigentlich ja eine coole Sache, gemütlich sitzen und die nette Landschaft draussen vorbeiziehen sehen. Nunja, da es an dem Tag unglaublich neblig und kalt war (und ich schon die Befürchtung hatte, dass DAS jetzt Herbst bedeutet und die nächste Zeit immer so bleibt :D), konnte man erstens nicht viel mehr als die Straßenränder sehen und zweitens war im Bus die Heizung ausgefallen. Jaja, auch im hochentwickelten Finnland passiert scheinbar mal so etwas. Bei etwa 2°C Außentemperatur haben wir alle gefroren und meine Füße waren schon nur noch Eisbrocken als wir angekommen sind. Trotzdem waren es ein paar schöne Stunden im Zoo und der Nebel hat dem Ganzen auch irgendwie eine besondere Atmosphäre verliehen. Dank der Investition in gute Winterschuhe werde ich nun hoffentlich auch keine kalten Füße mehr bekommen :)

Das International Office und die finnischen Tutoren der Uni Vaasa organisieren viele schöne Aktivitäten, Ausflüge etc.

Am Samstag waren wir dann beim Eishockey! Die Finnen sind ganz verrückt nach diesem Sport und somit war ein Spiel natürlich Pflicht für uns. Vaasa gegen Jyväskylä hieß es und wie sich das gehört, hat Vaasa natürlich 4:1 gewonnen! :)

Ich frage mich echt, wieso man bei uns so fußballverrückt ist. Eishockey ist definitiv toller, da es einfach ein viiiel schnelleres Spiel ist.

Das letzte Event von dem ich berichten kann, war der Finnish Dinner-Abend am Dienstag, in einem anderen Wohnheim. Dabei haben finnische Studenten ein paar landestypische Köstlichkeiten vorbereitet. Zuerst gab es karelische Piroggen, das sind Teigtaschen gefüllt mit einer Art Reis-Porridge, die man mit Butter isst, welche mit gekochtern Eierstückchen vermischt ist. Dann durften wir selbst tätig werden und ich habe mit einer Spanierin und einem Mädel aus Singapur “Meatballs” gemacht. Wenn man aus Deutschland kommt, findet man das jetzt nicht ganz so spektakulär, weil es halt im Prinzip nichts anderes als unsere Frikadellen ist.

Zum Nachtisch gab es finnische Schokolade – natürlich von Fazer, DEM finnischen Süßwarenfabrikanten, und Lakritz, auf das die Finnen ganz versessen sind. Außerdem durften wir Mämmi testen. Mämmi ist ein schwarzer Malzpudding, hat eine crèmeartige Konsistenz und ich weiß nicht warum es in Finnland eine vor allem an Ostern so beliebte Spezialität ist, die oft mit Milch und Zucker gegessen wird. Der Geschmack ist seeehr gewöhnungsbedürftig. Jemand meinte, es schmeckt wie flüssiger Pumpernickel und ich glaube, das trifft es sehr gut

Ach ja, natürlich haben wir auch Salmiakki (Lakritzschnaps) und finnischen Wodka an diesem Abend getrunken… natürlich pur, wie sich das für einen Finnen gehört 😀

Gestern haben schon meine ersten Unikurse geendet. Jetzt habe ich ganze zwei Wochen lang nur einen Kurs und dann kommt die Klausurenwoche, in der ebenfalls keine Kurse liegen. Nun muss ich mich aber erstmal noch ein bisschen auf meine erste Präsentation  am Dienstag vorbereiten.