Neues aus Belgien

Die Hälfte meines Aufenthaltes in Belgien ist bereits vorbei und damit auch mein Aufenthalt in Brüssel. Mein eigenes Zimmer mit Privatsphäre und einem eigenen Bett habe ich aufgegeben für Luftmatratzen, Hostelbetten, Isomatten, Sofas und wenig persönliche Rückzugsmöglichkeiten. Derzeit erforsche ich die einsprachigen Regionen Belgiens und reise aus diesem Grund in der Wallonie, in Flandern und in der deutschsprachigen Region herum. Meine Unterkünfte sind vielleicht nicht mehr ganz so bequem wie in Brüssel, aber durch viele Bekanntschaften kann ich oft bei belgischen Freunden und Bekannten unterkommen, muss deshalb relativ wenig auf eine Hostelübernachtung zurückgreifen und erlebe jeden Tag viele neue Dinge. Ich bin bisher überall sehr nett aufgenommen worden und bekomme durch die Gespräche und  Erfahrungen mit meinen ‘Gastfamilien’ wiederum ganz andere Einblicke in die belgische Kultur und vor allem in den Sprachkonflikt. Jede meiner Kontaktpersonen bisher hat sich mit dem Sprachkonflikt auseinandergesetzt und eine Meinung dazu gebildet, so dass ich besonders in den letzten Tagen sehr viel Material für meine Arbeit sammeln konnte. Das Leben aus dem Koffer und vor allem das Reisen mit viel Gebäck ist sehr anstrengend, aber die Vorteile der privaten Unterkünfte in belgischen Familien oder bei ehemaligen Erasmus-Studenten der Uni Hildesheim überwiegen!

Sehr zu empfehlen ist übrigens der sogenannte GoPass, ein Zugticktet für junge Menschen unter 26 Jahren, das 50€ kostet und mit dem man 10 Fahrten zu beliebigen Zielen unternehmen kann. Lediglich das Datum, der Ziel- und Endbahnhof müssen auf dem Ticket eingetragen werden und dann kann die Reise losgehen, egal wie weit sie ist. Weitere Vorteile sind zudem, dass das Ticket namenlos ist, also problemlos auf andere Personen übertragbar ist oder mehrere mit einem Ticket reisen können, und man innerhalb eines Tages an verschiedenen Bahnhöfen aussteigen kann um beispielsweise die Stadt zu besichtigen und erst einige Stunden später seine Reise Richtung Zielbahnhof fortsetzen kann.

Tschüs, salut und tot ziens aus Belgien!

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